Hallo Freunde der Säfte und Detoxkuren… nein Spaß, dieser Blogpost ist für jedermann und -frau, der/die sich dafür interessiert, welchen Senf ich dazu zu geben habe.

Nun denn, ich will niemanden allzu lange auf die Folter spannen.
Von der lieben Anni habe ich von der Lieferei ein Paket für eine 3-tägige Detoxkur erhalten.
Darüber habe ich mich sehr gefreut, da ich so etwas schon lange probieren wollte. Doch wie das so ist, vergleichbar mit dem Strafzettel bezahlen, schiebt man es auf bis es einem dann entgegen kommt.

Wie dem auch sei, ich habe mir vor Beginn der Detoxkur die Beschreibung gründlich durchgelesen und auch meine Säfte wie im Vorschlag eingeteilt.

 

Wie funktioniert’s?
Laut Broschüre ist der erste Saft um 09:00 zu trinken, dann geht’s im 2-Stunden Takt weiter, bis hin zum letzten Saft um 19:00. Zwischendurch gibt’s dann noch einen Shot (Ginger oder Weizengras). Erlaubt ist nebenbei Wasser, Tee und, wenn der Magen wirklich brüllt, ein paar Mandeln.

Tag 1:
Ich habe am ersten Tag der Detoxkur ganz normal gearbeitet. Darüber war ich übrigens sehr froh, denn in der Arbeit hab ich keinen Kühlschrank, zu dem ich pünktlich wie eine Kirchturmglocke alle dreißig Minuten spaziere und vor offener Türe überlege, was ich mir als Nächstes zubereiten könnte.
Da ich die Woche vor der Detoxkur als auch die Woche während der Kur keinen Sport ausgeübt habe, hatte ich in der Früh bereits ein besseres Hungergefühl als für gewöhnlich. Besseres Hungergefühl heißt bei mir übersetzt kein Aufwachen aufgrund von schmerzendem Magen, weil der Hunger bereits um 07:00 so groß ist. Somit hatte ich auch kein Problem, den ersten Saft erst um 09:30 zu öffnen (i chose the thugh life) und mir diesen dann bis 10:15 ungefähr zu sparen. 


Das langsame Trinken habe ich dann über den Tag verteilt immer wieder gemacht, damit ich den Abstand zur nächsten Flasche verringere. Bis am späten Nachmittag ging das auch sehr gut, ab dann bekam ich wirklich großen Hunger. Ich habe mich an dem Abend noch mit Freundinnen getroffen, im Café dann brav einen Tee getrunken (das ist ja erlaubt) und mich anschließend noch mit meinem letzten Saft, den ich mir aufgehoben habe, an die Donau gesetzt.
Meine Stimmung ist zugegebenermaßen nicht mehr ganz so gut gewesen und ich wusste, entweder Bett oder Essen. Zuhause angekommen hab’ ich mir dann ein paar Mandeln “gegönnt” (ebenfalls erlaubt), das hat mich und meinen Magen (Dreamteam) dann wieder etwas beruhigt, sodass ich schlafen konnte.

 

Tag 2:
Vorteil: Es war ein Feiertag, darum habe ich lange geschlafen und die Trinkzeit wiederum verkürzt.
Nachteil: Es war ein Feiertag und Mission Kühlschrank war in meinem Kopf wieder vollkommen präsent.
Ich bin an diesem Tag zu einer Freundin gefahren und habe bereits gemerkt, dass sich mein Körper noch nicht vollkommen an die Säfte gewöhnen konnte. Ich konnte ehrlicherweise nicht einmal an Saft denken und habe somit bis Mittag mal gefühlte 1,5 Liter Wasser getrunken. Als ich dann Hunger bekam, trank ich meinen ersten Saft. Das Sättigungsgefühl kam diesmal viel schneller als am ersten Tag. Dazu muss ich jedoch sagen, dass sich mein Magen sehr, sehr schnell an andere Umstände gewöhnt. Nach 5h und 3 Säften weniger bin ich wieder nach Hause gefahren. Der Begriff “Essen” war in meinen Gedanken kaum noch präsent und ich fühlte mich wieder besser. Doch die böse Nachmittags-/Abendzeit überrollte mich wieder wie eine fünf in Mathe und ich hatte wirklich, WIRKLICH Hunger. Teilweise merkte ich beim Aufstehen, dass mir für wenige Sekunden schwindelig wurde.
Nach reichlichem hin und her Überlegen habe ich dann schlussendlich beschlossen, die Kur abzubrechen.

Ja, der Blogpost hat grad sehr plötzlich ein schnelles Ende gefunden, natürlich aber werde ich meine Gründe und auch meine Meinung zu Saft und Kur äußern:

Why though?!
Warum habe ich die Kur abgebrochen? Zugegebenermaßen war ich schon etwas enttäuscht von mir selbst, da ich, wenn ich etwas beginne, es auch wirklich durchziehen möchte und mich selbst sehr gern “challenge”.
Doch vergleichbar mit Marzipan oder Crocs ist eine Detoxkur einfach nicht für jede/n geschaffen. (Marzipan ist übrigens extreeeeeem ekelhaft!! Und Crocs… ja, lass ma das!)
Ich habe gemerkt, dass mir das Auslassen von Nahrungsmitteln und Ersetzen durch Gemüse-/Fruchtsäfte körperlich und geistig nicht gut tut. Wenn ich das Gefühl habe, mich selbst zu bemogeln dann weiß ich, dass es nicht richtig ist. Hinzukommt, dass ich jetzt seit fast 6 Jahren Gewichtstraining betreibe, im Normalfall 4x die Woche Sport mache und aber vom Körperbau eher den Begriff “skinny” vertrete (ok, mittlerweile bezeichne ich mich als “fit”, jedoch habe ich trotz allem wenig Körperfett). Daher habe ich erstens als Grundlage sehr viel Hunger und zweitens nicht sehr viele Fettreserven auf die ich zurückgreifen kann.
Daher bin ich der Meinung, dass vielleicht eine angepasste Detoxkur auf den einzelnen Konsumenten (bitte gendern) mehr Sinn machen würde. Natürlich ist das Ganze dann etwas komplizierter im Verkauf, aber um die Logik zu veranschaulichen:
An einem Trainingstag nehme ich ungefähr 2300 kcal zu mich. Die Detoxsäfte beinhalten insgesamt am Tag 400 kcal. Der Sprung von meiner normalen Kalorienbilanz zu einer derart geringen schien mir persönlich nicht gesund für meine Körper. 
Da würde es vielleicht erleichtert werden, wenn man sich Schritt für Schritt auf die 400 kcal hinarbeitet und dann die Kur startet. 

Ethische Gründe:
Das klingt jetzt dementsprechend langweilig, weit hergeholt, ja… aber ich bin auf viele Gedanken gekommen in diesen zwei Tagen, welche ich mit euch teilen möchte.
Mein dominantester Gedanke war: Auf der einen Seite der Welt leiden Menschen an schrecklichem Hunger, während wir hier, in einem derart reichen und ertragreichen Land, Geld dafür ausgeben, von dem wir zu viel haben, um hungern zu “dürfen”? Ich weiß, dass das Ziel einer Detoxkur nicht für alle Abnehmen ist, meines war es auch nicht, dass man damit allerdings nicht mindestens einmal Hunger “erleidet” kann mir niemand erzählen. Noch nie dachte ich daran, wenn ich “Detox” höre, und genau die zwei Tage erschien mir der Gedanke so logisch und erschreckend wie nie zuvor. Ich möchte niemanden verurteilen! Wenn man eine Detoxkur machen möchte, dann soll man sie machen, ohne schlechtem Gewissen, ohne Sorgen. Es ist meine Meinung auf die ich gekommen bin, die ich mir gebildet habe. Doch Meinungen gibt es viele, und jede Meinung ist sowohl richtig als auch falsch.
Mein zweiter Gedanke in diesen zwei Tagen war der Fakt, welchen Stellenwert Essen in unserer Gesellschaft hat. Essen ist Appetit, Essen ist Langeweile, Essen ist soziale Kontakte, Essen ist einfach alles und alles dreht sich um Essen. 
Wie oft ich an Essen dachte ohne wirklich Hunger zu haben könnte ich nicht auf meinen Händen abzählen. Das hat mich erschreckt und somit habe icheinen sehr positiven Aspekt aus der Kur mitgenommen: 

Anfangen, wieder achtsamer zu Essen und vor allem in Maßen.

Und zuletzt, zu den Säften:

Nun, was kann ich zu den Säften sagen? Sie waren mega, mega lecker und ich habe trotz des Hungers jeden einzelnen genoßen. Die Säfte waren sättigend für wirklich ungefährt 1,5-2 Stunden und somit perfekt für den Tag einzuplanen. Auch die Shots habe ich sehr gemocht, wobei mir der Gingershot etwas zu scharf war.
Mein absoluter Favorit ist auf jeden Fall der Mango Ninja gewesen. Den könnte ich wirklich täglich trinken 🙂
Auch qualitativ konnte ich an den Säften nichts bemängeln, sie waren kalt gepresst, nicht erhitzt und somit reich an Vitaminen. 

Fazit:
Wie bereits oben geschrieben bin ich wertfrei jedem und jeder gegenüber, die eine Detoxkur macht, und bewundere alle, die es auch durchziehen können.
Für mich ist es, zum jetzigen Zeitpunkt, nicht das Richtige.
Allerdings würde ich mir die Urban Monkey Säfte “just for fun” immer wieder bestellen, da sie sehr, sehr lecker sind und ich grundsätzlich gerne Frucht- und Gemüsesäfte trinke. 

Für alle, die nun neugierig geworden sind oder sich die Säfte auch, so wie ich, just for fun bestellen möchten, habe ich als Dankeschön fürs Durchlesen noch einen Gutscheincode von 7€ auf die nächste Bestellung:

pineappleandwine7 

Gilt bis Ende Juni 🙂 Jetzt aber Schluss, viel Spaß beim Ausprobieren und danke fürs Lesen!

Alles Liebe,

Ana