Hallo alle zusammen,

 

 

man glaubt es kaum doch ich habe es tatsächlich geschafft, innerhalb von einem Monat einen zweiten Blogpost zu veröffentlichen.
Nachdem ich letzte Woche wieder mal deutlicher mein Visionboard betrachtet habe ist mir der Punkt „ein Blogpost pro Monat“ deutlich ins Auge gesprungen – upsi!

 

 

 


Ich habe nach meinem letzten Blogpost einige Nachrichten bekommen (DANKE, hab mich so gefreut!!) und interessanterweise waren so einige Nachrichten bezüglich „gegangene Menschen oder verlorene Freundschaften“ (das war ein Teil einer Phase meiner Selbständigkeit) eingetrudelt.

Eure häufigsten Fragen zum Thema Freundschaft:
1 .Wie hast du es geschafft, über ehemalige Freunde „hinwegzukommen?“
2. Wie hast du gemerkt, dass eine Freundschaft „nicht mehr passt?“
3. Tipps bezüglich Personen, die sich nicht „gut“ anfühlen?
4. Was sagst du zu Freunden, wenn du merkst, dass es nicht mehr so passt?

Ich denke, dass das Thema alle betrifft und auch immer wieder betreffen wird, weshalb ein paar persönliche Tipps aus eigenen Erfahrungen sicher nie schlecht sind – jedoch darf man nicht vergessen, dass wir alle vollkommen unterschiedlich sind und es kein falsch oder richtig gibt.
Ob etwas falsch oder richtig ist, das spürt man im Endeffekt nur selbst!

1 .Wie hast du es geschafft, über ehemalige Freunde „hinwegzukommen?“

Hinwegkommen ist für mich ein Begriff, der mir in diesem Kontext schon immer fremd war.
Ich bin eine Person, die Freundschaften mit 100%iger Ehrlichkeit und Offenheit eingeht, was meine Gefühle betrifft. Damit meine ich, dass Gefühle, die echt sind oder waren, immer etwas auslösen werden, egal, wie lange es schon vorbei ist oder wie egal die Tatsache an sich ist, dass die Freundschaft nicht mehr existiert. Daher wird es nie ein „darüber hinwegkommen“ für mich geben. Doch das ist nichts Schlechtes und auch vollkommen okay!
Der erste Schritt bzw. Gedanke, der mich in dieser Hinsicht sehr unterstützt hat, war:
VERZEIHEN!


Egal, was passiert ist, egal, wer „schuld“ war und egal, was für Dinge oder Worte gefallen sind:
Verzeihe, denn es wird DIR gut tun. Und auch wenn das eigene Ego schreit ‚aber das ist nicht fair!‘ so ist es jedoch dir gegenüber mehr als fair.
Abgesehen davon: Die Person, die du nicht mehr zu deinem Freundschaftskreis zählst, wird es ohnehin nie erfahren, und das ist auch völlig irrelevant.
Warum Verzeihen? Es gibt kaum, ich denke sogar keinen Menschen, der ohne Grund handelt.
Jede Handlung, jeder Gedanke, jede Aussage hat seinen Grund. Und auch, wenn du nie erfährst, aus welchem Grund sich eine Freundschaft aufgelöst hat, so gibt es einen.
Würdest du den Grund wissen, so würdest du ihn vielleicht garnicht verstehen, akzeptieren und nachvollziehen können. Klar, wir sind, wie schon erwähnt, alle so unterschiedlich, sei es nun die Erziehung, die Erfahrungen, Ängste, Prinzipien, Erwartungshaltungen – wie hoch ist da die Wahrscheinlichkeit, dass man gerade in so einer Situation völlig gleich denkt?

Wenn du das schafft, einfach zu verzeihen, ohne weiter darüber nachzudenken warum, dann kommst du mit Leichtigkeit zu meinem zweiten Tipp:

Denke nur zurück, wenn du an Positives denkst!
Wir neigen dazu, uns in Negatives hineinzudenken, weil wir es so gewöhnt sind. Je mehr wir darüber nachdenken, je öfter genau diese schlechten Gefühle hervorkommen, desto stärker werden die Synapsen im Hirn und desto normaler und „besser“ (so blöd es klingt) fühlen sich diese Gefühle und Gedanken dann auch an.
Das gehört, wie jede andere Gewohnheit, ABTRAINIERT!


Ich habe mich entschieden, nicht mehr nur eine Sekunde meines Tages schlechte Gedanken über Personen, die ich vermutlich nicht mal mehr wirklich kenne, zu verschwenden. Denn wir alle wissen: Es tut uns ohnehin nicht gut!
„Aber was tun, wenn ich ständig daran erinnert werde?“ Genau dann denke ich an lustige, schöne, positive Momente, die mir genau das Gefühl geben, welches ich damals auch hatte. Und wenn wir das immer öfter tun, dann werden sich genau diese Gefühle langsam normal und besser anfühlen – und unser Gehirn denkt automatisch, wenn wir an diese Person denken, ins Positive!

Zuletzt noch ein wichtiger Gedanke:
Jede Person, die ich in meinem Leben kennenlernen durfte, hat mich dorthin gebracht, wo ich jetzt bin!
Ich kann sagen, dass ich zum Großteil meines Tages super glücklich und zufrieden bin. Dass ich mit meinen jetzigen Lebensumständen zufrieden bin. Und, dass ich mit mir zufrieden bin!
Hätte ich Person XY nie getroffen, wäre alles nicht so gelaufen, wie es gelaufen ist, so wär ich nicht hier, mit den selben Gedanken. Es heißt nicht, dass es mir schlechter gehen würde, nein, vielleicht sogar noch besser, aber das interessiert mich im Grunde ja nicht, da es passt, wie es ist!
Ihr müsst euch bewusst sein, dass die Personen, die euch vielleicht wehgetan haben, euch nicht ständig verletzt haben. Mit Sicherheit konntet ihr auch etwas von der Person lernen, schöne Zeiten mit ihnen genießen und vielleicht Momente erleben, die ihr so nicht gehabt hättet. Das führt auch wieder zum vorigen Punkt und ich kann es nur immer wieder wiederholen:
Wenn ihr zurückdenkt, dann doch lieber an das Positive!

2. Wie hast du gemerkt, dass eine Freundschaft „nicht mehr passt?“

Das eine Freundschaft nicht mehr so passt, wie sie mal gepasst hat, das habe ich besonders letztes Jahr mit einem Gedanken stark bemerkt:
Welchen Mehrwert habe ich durch diese Freundschaft?
Das mag vielleicht egoistisch klingen, ja, ist es vielleicht auch, aber warum ist das schlecht?
Schließlich ist es EUER Leben, eure Lebenszeit, die ihr dieser Person widmet.
Und wenn ihr nur aus Prinzip diese kostbare Lebenszeit herschenkt anstatt genau diese Zeit Dingen und Personen zu widmen, die euch am Herzen liegen – dann läuft doch was falsch, oder?

Natürlich spürt man auch, wenn eine Freundschaft einfach nicht mehr passt. Man hat kaum etwas zu reden, vielleicht mehr über andere als über wichtige Themen, man sieht oder schreibt sich nicht mehr oft etc… Doch der ausschlaggebende Grund, wo ich gemerkt habe, dass es einfach nicht mehr passt, war dieser Mehrwert, diese Frage: Wie fühle ich mich nach dem Treffen mit XY?
Merke ich keine Veränderung und es ist mir gleichgültig? Oder fühle ich mich vielleicht schlechter?
Dann hast du deine Antwort.
Und da komme ich auch schon zu eurer nächsten Frage:

3. Tipps bezüglich Personen, die sich nicht „gut“ anfühlen?

Meine Definition von „nicht gut anfühlen“ ist:

– Ich merke, dass die Person nur dann ihre Meinung preisgibt, wenn es etwas Negatives ist.
– Die Kommunikation basiert nur noch einseitig, es meldet sich entweder nur der eine oder der andere.
– Ich merke, dass die Person ständig schlecht über andere Freunde spricht. (Für mich stellt sich da immer die Frage: Warum sollte sie es nicht auch bei mir tun?)
– Ich merke, dass die Person sich nicht mit mir oder für mich freut.
– Ich merke, dass sich die Person nicht dafür interessiert, was sich bei mir so tut.
– Ich merke, dass die Person neidisch ist/mir das, was ich habe, nicht gönnt.

Erkenne ich etwas von diesen Andeutungen, so finde ich, dass man das auch ruhig ansprechen kann.
Doch ist das auch aussichtslos oder bereits geschehen und es hat sich nichts geändert, dann sollte wieder unser gesunder Egoismus hervortreten, denn niemand hat es verdient, schlecht behandelt zu werden oder eine Gesellschaft zu haben, die einem nicht gut tut.
Meistens ist es die eigene Unzufriedenheit des Gegenübers, wenn man so ein Verhalten an den Tag legt, und  so lange eine Person mit sich unzufrieden ist, so lange wird sie auch keine normale Beziehung zu jemanden führen können, dem es (aus deren Ansicht) besser geht!

Um weiter darauf eingehen zu können, kommen wir zu eurer letzten Frage:

4. Was sagst du zu Freunden, wenn du merkst, dass es nicht mehr so passt?

Erstmals: Wir müssen unterscheiden bzw. abwägen, welchen Wert die Freundschaft hat und wie schwerwiegend unser Problem im Vergleich zum Wert ist.
Scheint ein Problem zuerst sehr groß und ist es, wenn man es neutral betrachtet, doch nicht soooo tragisch sondern einfach nur etwas „nervig“ kann, bei einer guten Freundschaft, alles besprochen werden.
Gehen die Meinungen dann trotzdem auseinander, so weiß ich, dass die Person in der Hinsicht einfach anders gepolt ist und versuche solche
Situationen zu „meiden“.
Ein Beispiel:
Ich kenne XY schon lange, jedoch gehen unsere Interessen immer weiter auseinander, da sich beide Leben einfach anders entwickelt haben. Ich möchte nicht mehr das ganze Wochenende ausgehen, obwohl wir das früher immer gemacht haben und uns nur da getroffen haben. Person XY kann das jedoch nicht nachvollziehen und fragt mich immer und immer wieder, ob ich mitkomme, da wir uns sonst nie sehen.
Riesen Problem oder einfach nur nervig?
Ich denke einfach nur nervig. Wenn das beim Gespräch dann zur Diskussion oder zu nichts Sinnvollem führt, so werde ich in Zukunft einfach schauen, dass ich mich mit der Person lieber unter der Woche oder mal beim Sport treffe.  Problem solved 😀
Meine Mama sagte mal: „Es muss nicht immer jeder deiner Freunde für alles ‚da‘ sein.
Ich habe Freundinnen, mit denen gehe ich ins Konzert, weil sie auch Kultur lieben. Bei anderen weiß ich, dass das unmöglich wäre und ich gehe mit ihnen lieber ins Kino oder Essen. Mit den einen kann ich über Männer sprechen, mit den anderen absolut nicht, dafür aber über die Familie!“
Ich finde, das beschreibt meinen Wortsalat oberhalb recht gut.

Wenn es jedoch wirklich nicht mehr passt und es ein größeres Problem gibt, dann bist du nicht die Einzige, die das merkt. Mit Sicherheit nicht. Einer muss den ersten Schritt wagen und ist das Problem so belastend, dass es dir schlecht geht, dann muss der Schritt auch von dir getan werden.
Solche Gespräche sind sicher nie angenehm, doch auch da kann sich vieles klären und es geht beiden Seiten mit Sicherheit besser!

Die wichtigsten Erkenntnisse und die meisten „Fortschritte“ zu diesem Thema machte ich jedoch durch intensives beschäftigen mit
MIR SELBST!
Leute, ich kann euch nur ans Herz legen, dass ihr in jeder erdenklichen Form alles aufsaugt, was euch gut tut! Ich weiß, es sind die 0815 Themen, doch das sind sie nicht umsonst: Bewegung und Sport, gute Ernährung, sich auch mal was gönnen, Bücher, die euch weiterbringen, meditieren, etc…
Wege zur Selbstliebe finden, ein Visionboard starten, den Job wechseln, wenn ihr ihn die nächsten 10 Jahre mit Sicherheit nicht mehr ausüben wollt. Podcasts hören, nochmal mehr lesen, über sich reflektieren und nachdenken, sich nicht nur ständig durch Serien oder Instagram etc. ablenken lassen –
Das alles ist so viel wichtiger als man denkt und fängt man mal an, jeden Tag als große Chance und besten Tag zu sehen, so wird man nicht mal mehr Zeit haben, über negative Dinge nachzudenken!

Ich bin, wie ihr merkt, wiedermal völlig ins Schreiben gekommen und der Blogpost ist wieder suuuuper lang haha – daher congrats an alle, die bis hierher gekommen sind!
Schreibt mir gerne euer Feedback und eure Gedanken zu dem Thema auf Instagram, ich bin offen und gespannt für und auf Neues.

 

Alles Liebe,
Ana