Meine Güte, hat es lang gedauert, bis mir endlich eingefallen ist, dass ich tun sollte, was ich gerne mache.

In vielen Bereichen habe ich es ja schon geschafft, an mich zu denken, zu mir zu stehen, einen Feuchten drauf zu geben, was die anderen wohl denken und mehr ich zu sein.
Und dann frag ich mich wieder, warum kommt mit meinem Blog keine Leidenschaft in mir auf?
Viele Nächte wurden durch meine Gedanken zu langen Nächten, entspannte Abende zu gedankenüberfluteten Abenden.
Zu oft habe ich mich mir gegenüber gerechtfertigt, warum es so passt, wie es passt, um meine innere Unruhe lahm zu legen.
Und ja, ich kann es echt gut, scheinbar simple Angelegenheiten sehr dramatisch darzustellen.
Doch seit ich meine Mauer von Ängsten, Sorgen, Unsicherheiten und Feigheit nun endlich durchbrochen habe merke ich immer mehr: Es war ein Drama… für mich!

Und jetzt? Will ich endlich tun, was mir Spaß macht, was mir etwas zurück gibt, was mich glücklich macht: SCHREIBEN

Über? Alles, was ich teilen möchte. Ist es ein großer Schritt? Für mich ja!
Was waren meine Ängste/Unsicherheiten/Sorgen? Nun, ich bin ein Mensch, der dazu neigt, zu viel zu oft in zu vielen Richtungen Sämtliches zu zerdenken. Ich bin ein Naturtalent darin. Kleine Anmerke: Meine Mutter sagt immer:”Du bist schon mit Angst auf die Welt gekommen. Deinen Kopf hast du wenige Stunden nach der Geburt gehoben, um sicherzustellen, dass du nicht alleine bist!” (Meine Oma sagt immer:”Du hast als Baby ausgesehen wie ein Froschlurch!” Ich war so dick, ich konnte meine Augen nicht öffnen.) Aber um zurück zum Thema zu kommen, meine größten Ängste waren zu zeigen, wer ich bin. Was könnten sich die anderen denken? Was könnten sich meine Freunde denken? Was könnte den anderen nicht gefallen? Würde mich wer aufgrund dessen nicht mehr mögen? Und vor allem: Wen interessiert das denn? Gibt es nicht bereits Hunderte von Blogs?
Irgendwann kam der Punkt, da merkte ich, dass es mir egal ist, was es bereits gibt, wie oft es etwas gibt, wen es interessieren wird und wen nicht. Denn wenn es mich glücklich macht, wenn ich jemanden damit erreichen kann, wenn es Menschen gibt, die sich mit meinen Worten identifizieren können – dann habe ich alles erreicht, was ich wollte!


Ich denke, sobald sich jemand öffnet, sich von innen heraus zeigt, seine eigene Persönlichkeit preisgibt, Persönliches preisgibt – genau dann wird man verwundbar. Zur Zielscheibe. Zum sogenannten Bulls-Eye.
Doch eines der schönen Dinge am Erwachsensein ist die Tatsache, dass man nicht mehr das TUN, ANZIEHEN oder SAGEN muss,was gerade angesagt ist, was cool ist, was die anderen machen. Nein!
Das war im frühen Jugendalter vielleicht so, man hat sich angepasst um zugehörig zu sein.
Doch je reifer das Umfeld und auch man selbst wird, desto mehr wird man zu dem, was man sein möchte.
Und sei es nun Bloggen, Briefmarken sammeln, Malen, Instrumente spielen, Kampfsport, Reiten, Freiwilligenarbeit oder auch Schreiben: All das sind Aktivitäten, die nicht in in oder out sind, sondern Aktivitäten, die jeder machen sollte, der es gern macht, den es glücklich macht!

Darum, meine lieben Vorurteiler, Verurteiler, Nicht-Gönner, “Hater”, Neider, vielleicht sogar Freunde, Bekannte oder einfach nur Gelangweilte:
Zerreißt euch das Maul, wenn es euch glücklich macht. Aber lasst euch sagen:
Ich bin mit Sicherheit glücklicher! Bussi (:

Und an alle anderen, denen ich unendlich dankbar bin, dass sie sich bis zu dieser Zeile durchgekämpft haben:
Ich hoffe, ich werde irgendjemanden mit meinen Gedanken, Geschichten oder Erfahrungen erreichen und sei es nur Einer oder Eine, dann bin ich noch etwas glücklicher.

Alles Liebe,
Ana ♥